Indienreise vom 3. bis 16. Oktober 2016

Am Sonntag gegen Mitternacht kamen die Indienreisenden beider Pfarreien voller toller Eindrücke und Erlebnisse wieder zu Hause an.

P. Jose war mit 28 Pfarreimitgliedern und Freunden am 3. Oktober nach dem Reisesegen in der Pfarrkirche Neukirchen zur zweiwöchigen Indien-Reise aufgebrochen. Der Flug ging von München über Dubai nach Dehli. Dort kamen wir am Vormittag des 4. Oktobers an.  In den nächsten Tagen besuchten wir einige Sehenswürdigkeiten im Norden von Indien und erlebten mit Dehli eine Millionen-Metropole mit riesigem Verkehrsaufkommen. Um in das Leben der Bevölkerung einzutauchen fuhren wir am Do., 6.10. mit dem Zug nach Jaipur, der Hauptstadt von Rajasthan, der sog. “Pink City”. Dort besichtigten wir wunderschöne Gebäude wie den Stadtpalast, Fort Amber, Hawa Mahl (Palast der Winde). Dieses Gebäude wurde erbaut, damit die Damen des königlichen Haushalts den Prozessionen beiwohnen konnten, ohne selbst gesehen zu werden.

Natürlich durfte der Höhepunkt jeder Nordindienreise nicht fehlen: Der Besuch des Taj Mahal. Ein Mausoleum in weißem Marmor inmitten von Gärten.

Am 9. Oktober ging es dann per Flugzeug in die über 2000 km entfernt gelegene Stadt Cochin im Süden Indiens. Nach der Ankunft fuhren wir als Überraschung zur Pfarrei von Pfarrer Titus, einem Freund unseres Paters. Dort wurden wir fürstlich von einem geschmückten Elefanten, einer Trommelgruppe mit Tänzerinnen und festlich gekleideten Mädchen empfangen. Nach einem kleinen Essen und Geschenken für uns Gäste ging die Überraschungsfahrt weiter zum Erzbischof von Cochin. Auch dieser hatte Geschenke für uns. Nach dem Erlebnis einer indischen Messfeier wurden wir noch mit einer romantischen Bootsfahrt auf den Backwaters überrascht.

Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Hafenstadt Cochin mit Dutch Palace, Fort Cochin, St. Francis-Kirche mit dem Grabmal Vasco da Gamas und der Synagoge auf dem Programm bevor wir weiter in die Berge zum Periyar Nationalpark fuhren. Am Tag darauf erkundeten wir per Boot den Periyar-See um so die Tierbeobachtungspunkte leicht zu erreichen. Wir sahen wild lebende Elefanten, Büffel, Leguane, Fischotter und viele Wasservögel.

Wieder ging die Fahrt über die Wallfahrtsstätte der hl. Alphonsa weiter in ein anderes Dorf. Marari, einem Fischerdorf am Indischen Ozean mit feinem Sandstrand. Dort konnten wir einen Tag lang die vielen Eindrücke verarbeiten und die Seele baumeln lassen.

Mit einem Hausboot erkundeten wir am nächsten Tag die zauberhafte tropische Lagunenlandschaft Keralas – die Kanäle und Flüsse der Backwaters in Alleppey – bevor wir weiter in die Heimatstadt von P. Jose fuhren.

Am letzten Tag unserer Reise waren wir zu Gast in der Familie von P. Jose. Nach der Besichtigung seiner Heimatkirche und der Schule wurden wir von Tuck-Tucks zum Haus seiner Mutter gebracht. Mit einem Blumenkranz, dem Waschen der Füße und dem in Indien üblichen Punkt auf die Stirn wurden wir von seiner Mutter und weiteren Familienmitgliedern aufs herzlichste begrüßt und Willkommen geheißen. Zum Glück war uns diese Überraschung schon bekannt und wir überreichten seiner Mutter eine Muttergottesstatue als Geschenk. Nach einem festlichen indischen Essen – zubereitet von der Familie – im extra für uns aufgestellten Zelt wurden alle Frauen in Saris gekleidet und für die Herren standen Dhoties bereit. Nach dem Abschlussgottesdienst im Kloster der Karmeliten, zu dem auch P. Jose gehört, ging es zurück ins Hotel. Frühmorgens brachen wir zum Flughafen auf. So ging ein unvergesslicher, wunderschöner Indienaufenthalt dem Ende entgegen.